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Warum Solarlicht?
Unser Licht wurde nicht für Balkone erfunden, sondern für Orte ohne Steckdose. Über den Ursprung einer einfachen Idee.
Wo es keinen Strom gibt, wird Licht teuer. Wer nach Sonnenuntergang
lesen, kochen oder arbeiten will, zündet eine Kerze an oder eine
Paraffinlampe. Beides kostet Geld, jeden Tag aufs Neue. Und beides
brennt mit offener Flamme — in dicht gebauten Siedlungen ein echtes
Risiko.
Genau dafür wurde das Sonnenglas 2013 erfunden: als sicherer Ersatz für
Kerzen und Paraffinlampen in Regionen ohne Stromnetz. Die Rechnung ist
einfach. Die Sonne scheint kostenlos, ein Akku speichert sie, abends
kommt sie als warmes Licht zurück. Kein Rauch im Zimmer, keine Flamme
neben dem Bett, keine täglichen Ausgaben für Brennstoff.
Sicher heißt dabei ganz praktisch: Ein Kind kann neben dem Licht
einschlafen. Ein Windstoß kann nichts umwerfen, das brennt. Und wenn
das Geld am Monatsende knapp wird, leuchtet die Laterne trotzdem —
die Sonne schickt keine Rechnung.
Dass dieselbe Laterne heute auf Berliner Balkonen und an Gartentischen
in Zürich steht, war nicht der Plan — aber es ist eine gute Nachricht.
Denn jedes Glas wird in unserer Fair-Trade-zertifizierten Fabrik in
Victoria Yards, Johannesburg, von Hand gefertigt und schafft dort
echte Arbeitsplätze: über 50 feste Stellen in einer Region, in der mehr
als 60 Prozent der jungen Menschen keine Arbeit haben.
Und die Klimabilanz? Auch sie ist einfach: Unsere Lichter verhindern
über ihre Lebensdauer mehr CO₂, als ihre Herstellung verursacht. Jedes
Glas ersetzt Licht, das sonst brennen müsste.
Warum also Solarlicht? Weil es die einfachste Art ist, aus einem
sonnigen Nachmittag einen hellen Abend zu machen. Und weil ein Licht,
das für Townships erfunden wurde, auf einem Balkon nichts von seiner
Geschichte verliert. Es bringt sie mit.