Lightshade aus Shweshwe-Stoff auf einer Sonnenlaterne

Journal ·

Zu Besuch in Victoria Yards

Unsere Fabrik in Johannesburg steht Besuchern offen. Ein Rundgang zwischen Lötkolben, Solardach und Perlenarbeit.

Es gibt Fabriken, die man hinter Werkszäunen versteckt. Unsere steht
mitten in Victoria Yards, einem alten Industriehof im Osten von
Johannesburg — und die Tür ist offen. Wer möchte, kann vorbeikommen
und zusehen, wie ein Sonnenglas entsteht.

Der Rundgang beginnt beim Licht selbst. An den Montagetischen wird
gelötet und geprüft; hier lernen Menschen Elektronikmontage, Schweißen
und Robotik — Handwerk, das vorher in keinem ihrer Lebensläufe stand.
Über 50 feste, fair bezahlte Arbeitsplätze sind so entstanden,
Fair-Trade-zertifiziert seit 2013, in einer Region, in der mehr als 60
Prozent der jungen Menschen keine Arbeit haben.

Ein Stockwerk näher am Himmel liegt der zweite Halt: das Solardach.
Die Fabrik läuft fast vollständig mit Sonnenstrom — ein Solarlicht,
gebaut mit Solarstrom. Folgerichtiger lässt sich ein Produkt kaum
erzählen.

Dann die Handarbeit, die man am fertigen Stück sieht: mundgeblasenes
Recyclingglas, von Hand veredelt; Perlenschmuck an den Artisan
Editions; Shweshwe-Stoff, der als Lightshade über der Laterne hängt.
Wir haben einen Satz für das, was hier passiert: Social Impact by
Design. Proudly Made in Africa.

Wer am Ende durch den Hof zurückgeht, nimmt zwei Dinge mit — vielleicht
ein Glas, sicher aber ein anderes Bild davon, was eine Fabrik sein
kann. Entworfen, gebaut und geprüft an einem Ort, von Menschen mit
Namen und wachsendem Können. 100 Prozent der Gewinne bleiben im
Unternehmen und bei seinen Menschen.

Falls dich der Weg nach Johannesburg führt: Komm vorbei. Die Tür steht
offen — und das Licht, das abends auf deinem Tisch steht, hat hier
laufen gelernt.

Passt gut dazu

Bleib im Licht

Neues aus unserer Manufaktur in Johannesburg — ein paar Mal im Jahr, ehrlich und kurz.